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ONLINE FESTIVAL

»Bremerhavener Bildergedächtnis«

ONLINE FESTIVAL »Bremerhavener Bildergedächtnis«
30.03. - 09.04.2020

Das Kulturbüro präsentiert vom 30.03. - 09.04.2020 eine Auswahl aus über 100 Filmdokumenten, die seit 1995 entstanden sind. 
Jeweils ein Film wird für einen Tag zu sehen sein. (s. Timetable)

Einige der Beiträge und weitere sind auch in einer erweiterten DVD- Edition beim Kulturbüro zu beziehen. 


Programm:

Richard Lahmann - Die Gunst der Verhältnisse (2007, 24 Min.)

Der Bankdirektor a. D. Richard Lahmann, Akteur im Kunstverein, als „Halbjude“ ehemaliger Häftling im Konzentrationslager Farge, erzählt von der Gunst der Stunde und wie sich trotz widrigster Umstände im Leben alles zum Guten wenden kann.
In Form von Interviewsequenzen, gemeinsamen Besuchen an Stätten der Vergangenheit und historischen Aufnahmen entsteht das Bild eines Menschen, dem es gelungen ist, trotz aller schrecklichen Bilder, die er in der Zeit des Nationalsozialismus gesehen hat, stets an das Gute im Menschen zu glauben.
(24 Min. • 12. Videowoche 2007 • Dozent: Dr. Diethelm Knauf • Recherchen: Dr. Burkhard Hergesell • © 2007/2010 Kulturladen Grünhöfe)


 

ich red´die natürlich schön.. | Innenansichten einer kleinen Großstadt (Dokumentarfilm, 39 Min., D 2002) 

"Nutzt ja nix“, zuckt der 71-Jährige mit der Schulter: "Ich wohn´ ja hier.“ Ein Satz aus dem dokumentarischen Heimatfilm, der das zwiespältige, vom Grundton jedoch meist liebevolle Verhältnis der Bremerhavener zu ihrer Stadt widerspiegelt.
Im Zentrum des Films stehen sechs Personen: ein alteingesessener Fischhändler, eine Flugleiterin aus der Schweiz, ein junger Praktikant beim Sozialamt, der unbedingt weg will, ein überzeugter Unternehmensberater, ein junger, philosophierender Einzelhändler mit einem exotischen Geschäft und eine Schulleiterin, die auch Sängerin ist.
Warum bleibt man in dieser Stadt, warum verlässt man sie, warum kommt man zurück?
(Dokumentarischer Heimatfilm von Bernd Glawatty, Renate Venske und Daniel Sponsel • Musik: Guido Solarek • © 2002 Kulturladen Grünhöfe. Mit Unterstützung durch: Volksbankstiftung, Filmbüro Bremen, Bremische Landesmedienanstalt)


 

Die Rogge Hallen (2001, 08:00)

„Abreißen!“, „Plattmachen!“, „Stehenlassen!“, „Mit würde etwas fehlen!“ 
Diese Zitate von Spaziergängern auf dem Deich spiegeln die Situation am Neuen Hafen 2001: 
Abriss oder sinnvolle und finanzierbare Neu-/Nachnutzung der früheren Ausrüstungshallen des Norddeutschen Lloyds war die Frage der Zeit.
Der Beitrag zeigt viele Innenaufnahmen des historischen Schiffbaugeländes; zu Wort kommen ein Industriearchäologe, ein Bremerhavener Jung´, der viele positive Kindheitserinnerungen mit diesem Ort verbindet; ein ehemaliger Schiffbauer und Kupferschmied berichtet von der früheren Arbeit und heizt noch einmal den Schmiedeofen an.
(8 Min. • 7. Videowoche 2001 • Dozent: Oleg Dmitriev • © 2001 Kulturladen Grünhöfe) 


 

In den Fischen (2003, 07:30)

Ein historisches Porträt von Frauen in der Fischwirtschaft in Bremerhaven, die Ende der 1920er Jahre zwar 70% der Beschäftigten stellten, aber nur 50% des Lohns der Männer bekamen.
Das Landesfilmarchiv Bremen und das Stadtarchiv Bremerhaven steuerten viele historische Aufnahmen aus der Fischverarbeitung, dem Fischereihafen und der Stadt bei; eine Zeitzeugin berichtet von der Arbeit „im Fisch“. 
(7:30 Min. • 9. Videowoche 2003 • Dozent: Dr. Diethelm Knauf • Recherchen: Dr. Burkhard Hergesell • © 2003 Kulturladen Grünhöfe)


 

In Gedenken an Burkhard Scherer: Unterwegs mit Burkhard  (2007, 21:30)

Der 2017 verstorbene Journalist, bekannt durch seine prägnante Stimme bei Radio Bremen und seinen raubauzigen Charme, geht auf seine eigene Art der Frage nach: „Seefahrt: Romantik, oder was?“ Am Ende singt er auch noch Maritimes…
Während seiner „Expedition in Seefahrer-Welten“ interviewt Burkhard Scherer u.a. den Kapitän eines Fischereischiffes, den Produktionsleiter der Fischstäbchen-Herstellung und einen Krabbenfischer. 
Der Gründer des Wrackmuseums Cuxhaven berichtet aus eigener Seefahrer-Zeit und vom Untergang des Hapag-Dampfschiffes »Cimbria« im Jahr 1883.
(21 Min. • 12. Videowoche 2007 • Dozent: Daniel Sponsel • © 2007 Kulturladen Grünhöfe )


 

Tilly Börges - Künstlerin  (2015, 07:35)

„Spüren und Wahrnehmen“ ist das Lebensmotto von Tilly Börges, die zusammen mit ihrem Mann in der Langen Straße in Bremerhaven-Lehe jahrzehntelang ein Fachgeschäft für Zeichentechnik und Lichtpauserei führte. Später wurde es zum Fachgeschäft für gesundes Sitzen, das auch heute noch existiert.
1930 geboren, verschrieb sie sich schon als junge Frau der Malerei. Sie sagt, das Leben sei für sie gleichgestellt mit der Notwendigkeit, etwas zu gestalten. 
Das biografische Porträt beobachtet Tilly Börges beim Malen in ihrem Atelier, lässt sie über ihre Bilder und ihre Intention sprechen. „Ich sehe Farben nicht nur - ich empfinde sie“, sagt sie.
(7:35 Min. • 18. Videowoche 2015 • Dozentin: Brigitte Krause • Recherche: Folkert Tienken • © 2015 Kulturbüro Bremerhaven)


 

Der harte Kern - Grosse Seebären auf kleiner Fahrt (2007,15:00)

Da gibt es eine Gruppe älterer Herren, die sich seit Jahren, z.T. seit Jahrzehnten der Seefahrt und hier speziell dem historischen Segeln verschrieben haben.
Was sind das für Männer, wie war ihre Vergangenheit, was ist ihre Motivation, so viel Zeit mit ihrem Hobby zu verbringen? Wie läuft das Leben an Bord ab? Was sagen die Frauen zum Hobby? Ein Porträt der maritimen Art, das von Tradition, Abenteuer, Geschick, aber auch vom Klabautermann erzählt. 
(15 Min. • 12. Videowoche 2007 • Dozent: Knud Vetten • Recherche: Tanja Glawatty • © 2007 Kulturladen Grünhöfe)


 

Mathilde Lehmann - Lieber geben als nehmen (1998,15:00)

In das Leben der einstigen - und EINZIGEN Stadtverordnetenvorsteherin fallen fünf Phasen deutscher Geschichte: das ausgehende Kaiserreich unter Wilhelm II., die Weimarer Republik, das Hitler-Regime, die Bundesrepublik und schließlich das vereinte Deutschland.
Bei den ersten freien Wahlen nach dem Krieg 1946 lässt sich die damals 29-jährige gegen den Willen ihres Mannes für die SPD in das Stadtparlament wählen.
Im Juli 2007 ist Mathilde Lehmann, die von sich selbst sagte, sie habe stets versucht, sich selber nicht so ernst zu nehmen, wohl aber die Dinge, die sie zu vertreten habe, gestorben.
(15 Min. • 4. Videowoche 1998 • Dozent: Prof. Eberhard Görner • © 1998/2010 Kulturladen Grünhöfe)


 

Gedenken an Jeanette Schocken (2013, 07:00)

Mit Dokumenten, Interviews und bewegenden Bildern wird von der jüdischen Kaufhausbesitzerin Jeanette Schocken berichtet, die 1941 nach Minsk deportiert und dort ermordet wurde. 
Dieser biografische Beitrag enthält u.a. Auszüge der bewegenden Rede der Ur-Ur-Enkelin Idit Weissler-Mamou, die sie anlässlich der Preisverleihung JEANETTE-SCHOCKEN-PREIS 2013 an Péter Esterházy gehalten hat. Im Deutschen Auswandererhaus und im Stadtarchiv fanden sich neben dem Tagebuch von Hilde Schocken weitere Familiendokumente.
(7 Min. • 17. Videowoche 2013 • Dozentin: Brigitte Krause • Co-Teamer: Frank Wilken • © 2013 Kulturbüro Bremerhaven)


 

Im Staub der Erinnerung - Das Kistner-Werk (2008, 12:00)    

Mit seiner expandierenden Firma hatte Heinrich Friedrich Kistner in der Nachkriegszeit erheblich zum Wiederaufbau Bremerhavens beigetragen, doch trotz hoher Investitionen war der Niedergang Ende der 1990er Jahre nicht mehr aufzuhalten. Im Jahr 2000 wurde die Kalksandsteinfabrik stillgelegt.
In dieser essayistischen Spurensuche einer verschwundenen Industriekultur besucht ein ehemaliger Bauzeichner seine Wirkungsstätte und zeigt Seiten aus seinem Berichtsheft als Lehrling: „Der Ton war rau.“ Zu sehen sind Kalksilos, Bilder des Verfalls, morbider Charme: der Begriff „Lost Places“ war noch nicht geprägt.
(12 Min. • 13. Videowoche 2008 • Dozentin: Brigitte Krause • © 2008 Kulturladen Grünhöfe)


 

Das Herz eines Boxers - Albert Fahlbusch und der Weser-Boxring (Dokumentarfilm; 27 Min; D 2014)

„Geben ist seliger als nehmen“-  so die Devise von Albert Fahlbusch in seiner aktivem Zeit als Amateur-Boxer  von 1949 bis 1965, in der er sich in 153 Boxkämpfen nur 16 Mal geschlagen geben musste. Aber auch danach blieb er diesem Lebensmotto treu: 1961 übernahm er bereits die Funktion des Cheftrainers und ab 1965 zusätzlich die Ämter des 1. Vorsitzenden und Geschäftsführers.
14 deutsche Titel und 14 deutsche Vize-Meisterschaften künden von seiner erfolgreichen Arbeit als Cheftrainer und Funktionär.
Der Film zeigt ein Leben für den Boxsport, hartes Training, spannende Kampfszenen und soziales Miteinander.
(Kamera, Schnitt: Ulrich Scholz • Recherche: Dr. Burkhard Hergesell, Bernd Glawatty, • Historische Beratung: Dr. Diethelm Knauf • Idee und Redaktion: Bernd Glawatty © 2014 Kulturbüro Bremerhaven)


 

Veranstaltungen

ONLINE FESTIVAL »Bremerhavener Bildergedächtnis«

30.03. - 09.04.2020